Am Freitag, den 6.August  anno domini 2004 standen im Morgengrauen zahlreiche müde und doch unternehmungslustige Schlawiner auf dem Rathausplatz inmitten etlicher Proviantkörbe, Gepäcktaschen und einigen Gallonen Wein (Auggener Schäf natürlich) wartend auf ihre Kutsche gen Chateauneuf du Pape. Sowie die Kutsche beladen war mit sämtlicher Bagage ging es im schnellen Trab auf die Autobahn in Richtung Süden. Nach achtstündiger Fahrt ließ uns unser Kutscher huldvoll in Chateauneuf du Pape aussteigen.
Eine kurze Besichtigung des Chateaus und ein kurzer Streifzug durch das Dorf und wir konnten unser Quartier aufschlagen. Wir wurden von unserenGastgebern auf dem idyllischen Campingplatz begrüßt. Beim Gesang der Zikaden und etlichen Stichen französischer „Schnooge“ beendeten wir den Tag mit einem zünftigen feuchtfröhlichen Grillgelage.
Nach einer mehr oder weniger kurzen Nachtruhe zogen wir gen Saint Marie de la Mer. Dort vergnügten wir uns im Meer, welches wohl von übler Hand total versalzen war. Am Abend machte uns der Vogt Albert Gamb mit Gattin und einigen hochherrschaftlichen Damen und Herren seine Aufwartung in unserem Lager. Sie wurden fürstlich bewirtet.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des historischen Weinfestes von Chateauneuf du Pape. Wir sahen Papst, König, Kreuzritter und Fußvolk,
Musiker und Gaukler. Wir fühlten uns wie daheim. Nach etlichem Versuchen und Probieren in den verschiedenen Weingütern brachen wir auf zur großen Weinprobe mit Kellerbesichtigung in der Domaine Matthieu. Nach dem festlichen Umzug ging es per pedes zurück zum Quartier. Dort haben wir uns erfrischt mit einigen Schlückchen „Auggener Gutedel“, bevor wir uns auf unser Nachtlager zurückzogen. Einige von uns waren von der südländischen Nachtluft so begeistert, dass sie es vorzogen im Freien zu nächtigen.
Am Montag trompetete der Kutscher dann zum Aufbruch. In Windeseile brachten wir das Quartier wieder in seinen ursprünglichen Zustand. Gegen 19.30 Uhr fanden wir uns dann heil und zufrieden wieder in Auggen ein.
Es war ein unvergessliches Wochenende.
Wir, die Schlawinergilde Auggen e. V. möchten uns auf diesem Wege bei der
Gemeinde Chateauneuf du Pape für die freundliche Aufnahme und bei Herrn Günter Hofmann für die Vermittlung im Vorfeld der Reise herzlich bedanken.
Wir können jedem, ob Verein oder Privatperson nur empfehlen, unsererPartnergemeinde einen Besuch abzustatten.